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Was ist so anders an IT-Projekten, dass selbst nach Jahrzehnten globaler Projektmanagement-Erfahrung in IT-Projekten die Erfolgsrate der IT-Projekte immer noch sehr gering ist.
IT-Projekte umfassen ein weites Feld – von der Installation einer weiniger PC’s bis zum Roll-Out von tausenden neuen PC’s in einem global tätigen Unternehmen, vom Aufsetzen einer Datenbank bis zur Inbetriebnahme einer neuen SAP Software, von der Erstellung einer kleinen Softwareanwendung bis zur Konzeption, Umsetzung und Roll-Out von Softwaresystemen an denen viele Entwickler viele Monate oder gar Jahre mitgewirkt haben.
Allen ist eines gemeinsam: Es wird eine für den Anwender der IT-Systeme neue Technologie implementiert und in vielen Fällen ist die Technologie sogar für die Entwickler der Systeme neu. Denn es ist heute üblich, dass die Technologie sich alle 2-3 Jahre massiv ändert. In sehr vielen Fällen wird Neues mit Neuem geschaffen: Neue Anwendungen werden mit neuer Basistechnologie erschaffen. In nicht wenigen Fällen wird selbst die Basistechnologie während der Erstellung der neuen Anwendung neu kreiert.
Und damit sind wir im Kern der Erfolgsproblematik von IT-Projekten angekommen. IT-Projekte heißt sich mit Neuem auseinandersetzen, sowohl für den Entwickler als auch für Kunden bzw. Anwender. IT-Projekte sind sicherlich Entwicklungsprojekte auf der Basis hoher Ingenieurkunst. Sie sind aber oft auch Innovationsprojekte und Transformationsprojekte. Hierbei wird gerne übersehen, dass die kritischen IT-Projekte gleichermaßen Innovationsprojekte und Transformationsprojekte für die IT-Spezialisten wie für die IT-Nichtspezialisten sind.
Die Beherrschung der klassischen Projektmanagement-Methoden ist eine notwendige Bedingung, um IT-Projekte zu führen. Es reicht aber nicht aus: IT-Projektmanagement heißt auch Innovationsmanagement und Transformationsmanagement. In der Phase der Konzeption des IT-Systems bedeutet dies zusammen mit Anwendern Neues zu schaffen und Neues von Herzen anzunehmen. Da Neues Widerstände, Ängste und Blockaden auslöst, ist es die Aufgabe des Projektmanagers dafür zu sorgen, dass Neues gefunden wird und dass dieses Neue mit positiven Emotionen verbunden wird. In der Phase der Umsetzung des IT-Systems heißt IT-Projektmanagement dafür zu sorgen, dass dieses Neue bei den IT-Spezialisten ankommt. Es heißt aber auch dieses Neue in der Konzeption mit dem Neuen in der Technologie zu verbinden. In vielen Fällen wirkt die neue Technologie auf die neue Konzeption zurück und umgekehrt. Die Komplexität nimmt weiter zu. IT-Projektmanagement heißt in dieser Phase insbesondere Hilfestellung bei der Abbildung oder Reduktion von Komplexität zu geben. – Die agilen Projektmanagement-Methoden sind nichts anderes als Methoden der Verzahnung von Komplexität zwischen den Phasen, der Abbildung von Komplexität durch die Selbstorganisation von Teams und der Reduktion von Komplexität durch die Reduktion des Entwicklungsprozesses auf das Wesentliche. In der Phase des Roll-Outs ist es die Aufgabe des IT-Projektmanagers dafür zu sorgen, dass die Anwender des IT-Systems den Übergang von der vorherigen Situation zur neuen Situation bewerkstelligen können. Neues ist zu erkennen, zu verstehen und von den Anwendern in ihre Welt zu integrieren.
Exzellenz im IT-Projektmanagement heißt klassische Projektmanagement-Methoden mit Wissen und Erfahrung aus den Bereichen Innovations- und Transformationsmanagement situativ zu verbinden. Hierbei steht der Mensch, das Team, im Vordergrund der Aufgabenstellung und die Werkzeuge des IT-Projektmanagements sind entsprechend den jeweils aktuellen Erfordernissen des Projektes einzusetzen.
Die Collective Mind Methode verbindet Wissen und Erfahrung aus den Bereichen Innovations- und Transformationsmanagement mit den klassischen Projektmanagement-Methoden. Sie stellt einen abgestimmten Werkzeugkasten für exzellentes IT-Projektmanagement dar.
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